Von der Idee zur Innovation: Technik, die Menschen hilft
Wie kann ein Rollstuhl Menschen im Alltag unterstützen – und wie ist es, selbst damit zu fahren? Im Workshop Rolli:Code entdecken Kinder und Jugendliche spielerisch, wie Robotik, Informatik und neue Ideen den Alltag von Menschen mit Beeinträchtigungen erleichtern und Barrieren abbauen können. Sie programmieren einen Mini-Roboterrollstuhl und finden heraus, welche Sensoren dieser braucht, um zu fahren. Am Beispiel des Start-ups Versive erfahren die Kids, wie Technologie in der Praxis dazu beitragen kann, Barrieren abzubauen und den Alltag von Menschen zu erleichtern. In einem Rollstuhl-Parcours erleben sie zudem selbst, welche Hindernisse im Alltag entstehen, und entwickeln Ideen für eine barrierefreiere Zukunft. So erhalten sie nicht nur Einblicke in Programmierung und Robotik, sondern auch in die Frage, wie technologische Innovationen gesellschaftliche Herausforderungen lösen können.
Anbieter
mint & pepper, the Outreach project of Wyss Zurich, a center of ETH Zurich and University of Zurich
Leitung
mint & pepper Coaches (Studierende)
Zielgruppe
10-15 Jahre
Anzahl Plätze24
Preis
CHF 820
Vorkenntnisse
Keine
Bezug Lehrplan 21
Der Kompetenzbezug zum Rolli:Code-Workshop orientiert sich am Lehrplan 21. Dabei beinhaltet die Bearbeitung der Aufgabenstellungen folgende Kompetenzen:
Perspektive von Menschen mit Behinderungen einnehmen (zebis.digital Einheit)
Zyklus 2
NMG.1.2c: können in konkreten Situationen (z.B. aus dem Alltag, aus Geschichten, Filmen) den Grad des Wohlbefindens und den Gesundheitszustand von Menschen erkennen.
NMG.1.4.c: können Zusammenhänge zwischen Bau und Funktion des menschlichen Körpers erklären.
NMG.7.3e: können ausgehend von eigenen Gewohnheiten die Bedeutung des Unterwegs-Seins und des Verkehrs für das tägliche Leben beschreiben und einschätzen.
Zyklus 3
NT.7.1.a: können ihren eigenen Körper sowie Funktions- und Strukturmodelle dazu nutzen, um das Zusammenspiel von Bau und Funktion des Bewegungsapparates zu analysieren (z.B. Biomechanik der Muskelansatzstellen).
RKE.2.2a: können erlebte, beobachtete oder erzählte Situationen anhand der Perspektiven verschiedener Beteiligter beurteilen.
RKE.5.5b: können Anteil nehmen, wie Menschen mit schweren Erfahrungen und Benachteiligungen umgehen, indem sie ihre Perspektive einnehmen (z.B. Verlust, Behinderung, Krankheit, Flucht, traumatische Erfahrungen).
NMG.5.3c: können die Bedeutung von technischen Entwicklungen von Geräten und Anlagen für das Leben im Alltag heute erkennen und einschätzen (z.B. Armbanduhr, elektrische Zahnbürste, Geschirrspüler, Seilbahnen, Baumaschinen, Internet).
MI.2.2f: können Programme mit Schleifen, bedingten Anweisungen und Parametern schreiben und testen.
Zyklus 3
MI.2.2g: können selbstentdeckte Lösungswege für einfache Probleme in Form von lauffähigen und korrekten Computerprogrammen mit Schleifen, bedingten Anweisungen und Parametern formulieren.
Lernziele / Kompetenzerwerb
Die Teilnehmer:innen programmieren einen Mini-Roboterrollstuhl und lernen dabei, wie Sensorik – insbesondere EMG-Signale – zur Steuerung technischer Systeme genutzt werden kann. Am Beispiel des Start-ups Versive erkennen sie, wie Technologie Barrieren abbauen und Mobilität verbessern kann. Im Rollstuhlparcours reflektieren sie eigene Alltagssituationen und entwickeln ein Bewusstsein für Hindernisse und Inklusion.
Vor-/Nachbereitung in der Klasse
Zum Einstieg ins Thema wird ein Vorbereitungsmodul abgegeben.
Nach dem Workshop gibt es Reflexionsmaterial, das die Lehrperson selbständig mit der Klasse bearbeiten kann. Durch dieses vertiefen die Kinder und Jugendlichen die Inhalte und verbinden sie mit ihrer eigenen Lebenswelt.